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Grün-
und Blühpflanzen Anbautips
Kapitel: Licht
Jede Form von
Leben benötigt Energie - um Struktur und Wachstum zu erhalten,
zu erweitern und um sich zu reproduzieren. Tiere nehmen Energie in Form
von Nahrung zu sich. Pflanzen jedoch speichern Licht und produzieren
durch Photosynthese aus Wasser und Kohlendioxid (CO²); Glucose
und Sauerstoff. Ohne Licht sind Pflanzen nicht in der Lage,
Blattgrün (Chlorphyl) zu bilden. Ihre Blätter
färben sich gelb und schließlich sterben sie ab.
Licht ist also ein wesentlicher Bestandteil für das Leben der
Pflanze.
Lichtstärke
Im Freien
werden die Pflanzen im Allgemeinen von der Sonne mit der Lichtmenge
versorgt die sie benötigen. Die Sonne jedoch liefert auch
Licht für das die Pflanze keine Verwendung hat da sie nur
bestimmte Teile des Lichtspektrums benötigt. Diese Farben
liegen im blauen und roten Bereich des Spektrums und werden zwischen
400 und 700 Nanometer gemessen.
Die Pflanzen reagieren auf die verschiedenen Wellenlängen
recht unterschiedlich.
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Wellenlänge
in nanometer
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Farbe
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Effekt
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400-500
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blau
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Wachstumsphase
Dieser
Spektralbereich ist vor allem für das vegetative Wachstum
verantwortlich. |
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620-700
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rot
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Blühphase
Dieser
Spektralbereich ist vor allem für die Blütephase und
das aufrichten der Pflanzen wichtig. |
Photoperiode
Das
Verhältnis zwischen Licht und Dunkelphase, Photoperiode
genannt steuert den Lebenszyklus der Pflanze.
Unter
Kunstlicht kann man die jeweils richtige Photoperiode einfach und
günstig regeln. Als sinnvoll hat sich aber herausgestellt, es
bei zwei möglichen Photoperioden zu belassen. Für das
vegetative Wachstum wählt man eine Photoperiode nahe 18
Stunden. Längere Lichtphasen können bei
Sämlingen dazu führen , dass sie zu
männlichen Pflanzen werden. Zum Einleiten und während
der Blütephase dann eine Photoperiode um die 12 Stunden.
Um den
Lichtrhythmus auch wirklich einzuhalten ist es notwendig dafür
zu sorgen, dass nach dem ausschalten der Beleuchtung keinerlei Licht,
mit Ausnahme von Grünlicht, auf die Pflanzen fällt,
da die Pflanze sonst wieder in ihre Wachstumsphase
zurückfällt.
Kunstlicht
Wenn man unter
unnatürlichen Bedingungen (drinnen) anbaut, versucht man die
optimalen Bedingungen zu simulieren und zu optimieren. Die normale
Innenbeleuchtung reicht nicht aus, um die Pflanzen durch ihren
gewohnten Zyklus zu führen. Vielleicht schafft man es Pflanzen
unter Einwirkung besten Sonnenlichts auf der Fensterbank oder unter
einem Dachfenster zur Blüte zu bringen ....jedoch meisten
falls ohne vielversprechendes Ergebnis.
Nur mit der
entsprechenden Beleuchtung ist dies möglich. Wobei es auch
hierbei noch sehr viele Unterschiede und Arten der Beleuchtung gibt.
Mann unterscheidet: .
Glühlampen
Sie sind nicht
geeignet um Pflanzen zu ziehen und schon gar nicht, um Ihnen zu einer
vernünftigen Blüte zu verhelfen, da sie einen
Großteil der Energie in Wärme umwandeln. Auch
spezielle ,,Growlamps`` auf Glühlampenbasis sind nicht
geeignet um Pflanzen zu ziehen. Oftmals gibt es dabei auch Probleme
wegen der Hitzentwicklung, die Pflanzen können verbrennen.
Leuchtstoffröhren
Sind bereits
wesentlich besser. Gerade zur Stecklingsaufzucht und für
Jungpflanzen erfüllen diese Lampen ihren Zweck. Die erhaltene
Lichtstärke ist allerdings recht gering und für die
spätere Wuchs- und ganz und gar Blütephase deshalb
ungeeignet.
Natriumdampflampen
– HPS (HighPressureSodium)
Die meisten
professionellen Pflanzenlampen sind Natriumdampflampen. Solche gibt es
im gelb-roten Spektralbereich für die Blüte wie zum
Beispiel:
- Philips SON T
PLUS 250W/400W/600W
- Osram NAV T 1000W
- Osram NAVT Super 4Y 150W/250/400W/600W
- Sylvania Gro-lux 400W/ 600W
mit
erhöhter Leistung im blauen Bereich für das vegetative
Wachstum
- Philips SON T AGRO
- Osram PLANTA T
und als CombiLeuchtmittel
- Silvania SHPTS 150W/250W/400W/600W
- Osram Planta Star 400W/600W
- Philips SON T AGRO 400W (erhöter Blauanteil)
- General Electric 400W/600W
Metallhalide
– Metallhalogen ( Nachfolger der Quecksilberdampflampen)
Diese Lampen
geben ihr Licht hauptsächlich im blauen Bereich ab und eignen
sich deshalb für das vegetative Wachstum.
- Silvania
HIS-TSX 250W/400W (für den Betrieb mit Natriumdampf-
VSA geeignet)
- Venture Sunmaster 600 W (für den Betrieb mit Natriumdampf-VSA
geeignet)
- Venture HI-T 250W/400W
- Philips CDM-TT 70W/100W/150W
- Philips HPI-T 250/400W
Vorschaltgeräte
(VSA)
Alle
Hochdrucklampen funktionieren nach dem gleichen Prinzip, doch hat jede
ihre spezifischen Betriebseigenschaften und Anforderungen. Wenn die
Lampe in die Armatur passt, heißt das noch längst
nicht das auch das angeschlossene Vorschaltgerät für
diese Lampe geeignet ist
Dadürch
könnten folgende Schäden auftreten:
- unzureichende
Funktion
- weniger Leistung
- früheres durchbrennen
- sofortige Zerstörung
Die Lampe muss
immer mit der dazugehörenden VSA geschaltet werden. Beim Kauf
muss auf jeden Fall auf die gleiche Leistung von Lampe und VSA geachtet
werden. Wir haben einige mögliche Beispiele hierzu unter dem
Abschnitt Licht und Beleuchtung aufgeführt.
Helligkeit
& Abstand
Unter anderem
gilt zu beachten welchen Abstand die Lampe zu den Pflanzen hat, ob ein
Reflektor verwendet wird, wie viele Lampen eingesetzt werden und welche
Wattstärken diese haben. Es kommt also darauf an wie und von
was die Anbaufläche beleuchtet wird. Je näher die
Pflanze der Lichtquelle steht, desto besser wächst sie.
Natürlich muss genügend Abstand herrschen damit die
Hitze der Lampe nicht Blätter oder Spitzen verbrennt.
Der richtige Abstand zwischen Hochdrucklampe und Pflanze
beträgt bei 600W und 1000W 60 bis 90cm, bei 400W 40 bis 55cm
und bei kleineren Wattzahlen 15 bis 30cm. Lampen geben in der
Anfangsphase (3 Monate) ca. 20% mehr Lichtleistung ab und sollten
allerspätestens nach 16 Monaten gewechselt werden.
Erfolgreiche Gärtner wechseln alle 9-12 Monate. Lumen ist die
grundlegende Maßeinheit für die von einer
Lichtquelle produzierten Lichtmenge.
Zusammenfassend
bedeutet dies:
Je geringer der Abstand zwischen Leuchtmittel und Pflanze, und je neuer
und Qualitativ hochwertiger das Leuchtmittel , desto höher ist
die Anzahl des Lumendrucks. Je höher der Lumendruck, desto
dicker die Buds
Geringe
Lichtintensität hat zur Folge das die Pflanzen sich nach der
Lichtquelle strecken und die Zweige sich in größeren
Abständen bilden. Bei ungleich verteiltem Licht werden sich
die Zweigspitzen zum intensivsten Lichtpunkt , dem so genannten
Hot-Spot strecken. Mit einem Lichtbeweger kann der Abstand geringer
(min 30%) gehalten, und die Fläche optimal ausgeleuchtet
werden. da die Lampe ständig in Bewegung ist. Dies trifft aber
erst beim Einsatz von mehreren Lampen zu. Es scheinen die
Überschneidungen von mehreren Lichtquellen, für ein
erfolgreiches Züchten mit Lichtbewegern (Light-Rail),
verantwortlich zu sein. Beim Einsatz von nur einer Lampe mit
Lichtbeweger kam es schon oftmals zu drastischen
Ertragseinbußen.
Unser
Tip:
Um mit dem
Leuchtmittel möglichst Nahe an die Pflanzenspitzen zu kommen
(unglaubliche 4cm laut zufriedener Zuchtreports), ohne dabei der
Pflanze zu schaden lohnt der Einsatz von Cooltubes auch Coolshades
genannt. Mit einer 400W Cooltube kann auf eine Pflanze ein
höherer Lumendruck als mit dem Einsatz einer 1000W Lampe ohne
Cooltube erreicht werden.
Reflektoren
Ein Reflektor
optimiert die Lichtausbeute um bis zu 54 Prozent. Mit dem richtigen
Reflektorschirm und reflektierenden Folien an den Wänden
lässt sich die Anbaufläche bei gleicher Beleuchtung
erweitern und ein besserer Ertrag erzielen. Reflektoren gibt es in
verschiedenen
Ausführungen
- Powerlux
(geschlossen)
- Megalux (geschlossen)
- Cooltubes (anschluss an Kühlsystem oder
Wärmeumleitung)
- Standard-Reflektor
und
Materialen
- stuko
- mylar
- hammerton
Tipps
zum sicheren Umgang mit Pflanzenlampen:
- der Anschluss
von unseren Bausatzlampen unterliegt autorisiertem
Fachpersonal
- ein Zuchtraum ist auch ein Feuchtraum! D.h.: er sollte einen FI-
Schutzschalter abgesichert sein und
sämtliche elektrischen
Geräte
sollten Feuchtraumgeeignet sein.
- Pflanzenlampen müssen grundsätzlich zum sicheren
Betrieb mit
einem Releis geschaltet werden. Nur mit einer
Zeitschaltuhr
betriebene Lampen können zu Kurzschluss
und Kabelbrand
führen.
Bei nicht
beachten dieser Regeln kann im Schadenfall z.B.: Hausbrand, eine
Versicherung die Zahlung verweigern.
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